| | Irgendwo ist alles still, mein Sternenvogel
Ach, weiß jemand wo dieses Nirgendwo anfängt, wo es aufhört? Wo ist das Irgendwo das sich durch die Glockenschläge der Turmuhr hinaus trägt in das Morgen? Ich liebe diese Stunden, die keinen Anfang und kein Ende haben, die einfach nur da sind. Ich liebe diese Momente, die einsam sind. In denen sich der Wind durch die Bäume wiegt und man die Landschaft nur als ein tief in sich ruhendes Bild sieht. Es ist nur ein scheuer Moment, der in einsamer Stille die Abende von den Nächten trennt. Dann, wenn alles Leben eintaucht in einen schweigenden Mantel. So einsam vor lauter stillen Gedanken. Momente, die in tiefer Einsamkeit nur sich selber treffen und dadurch so fein und voller neuer Kraft sind. In diesen Stunden lebt man durch sein eigenes Universum hindurch. Man durchreist seine Seele. Aller Kosmos liegt in unserem Herzen. Man taucht bis auf den Grund seiner Selbst und erkennt diese Weite eines Seelenmeeres. Diese tiefe Stille ist wie ein einsamer Vogel, der den Sternenhimmel mit seinen Schwingen umhüllt. Einsam sein...einsam sein heißt mit sich selber sein, heißt diese Verbundenheit mit allem, was ist, zu spüren. Und heißt auch sich selber verstehen und erkennen zu lernen. Nur, wenn man es schafft, ganz hinab zu tauchen, in sich selber,... bis auf den Grund seiner Selbst zu tauchen, dann ist man ein Stück weiser...und plötzlich versteht man. Und von diesem Grund kommend packt man den Sternenvogel, hält sich an ihm fest und erlebt was es heisst zu leben. Ach du, meine Stille, du,... meine Einsamkeit, du...nichts ist kostbarer, als du, mein stilles, weites und tiefes Meer. 
(C) B.M.N |