Ich bebe so nach dir
Nach deinem Zuckermund
Nach deinen wilden Händen
deinem heissem Atem
Auf meiner Haut und deiner Zunge in meinem Schlund
Oh du...
du meine Sehnsucht
Mein Apfel der Sünde
Mein Garten der Lüste
Du meine leckere Vanillenbaumrinde
Sei meine Duftkerze der Leidenschaft
Sei meine Brandung, mein Barometer
Sei drohendes Unwetter von Hitze und Kälte
Im Rausch der Gefühle nur dein Mund über meinen Körper wacht
Ich will dich riechen
will deine Haut schmecken
will dich umarmen, du mein flambierter Apfelkuchen
Und deine Sehnsüchte wecken
Will deine Lippen küssen
Will mit meinen Fingernägel
Dich sanft streicheln, bin deine krabbelnde Camparilaus
Will dich im siebten Himmel wissen
Sei meine Wanderkarte der Hände
Lass mich dich erkunden
Sei mein Berg und sei mein Tal
durch die Brücke unsere Liebe verbunden
sei mein Reiseführer
durch deine Sinne, sei meine Palette der Augenblicke
ich bebe so nach dir,
du wildes Menschentier
lass mich deine Augen küssen
ich will dir Kirschen auf den Bauch legen
ich will sie abnaschen
...nicht bewegen...
ich will den Ananassaft auf deine Brust giessen
sei ganz du, sei ganz Mann
die Erdbeere in deinem Bauchnabel
die ess ich auch noch irgendwann
sei die tropische Palme
sei die Wurzel bis zur Krone, sei das Elemi
Tropische Bäume haben keine Jahresringe
Jahreszeiten gibt es da nie
Sei meine Epidemie
Sei mein Virus,mein Bazill
Das mich mit Glück ansteckt
Sei meine Tonleiter der höchsten Töne, sei bloss nicht still
ich bebe so nach dir
bin deine Supernova im kleinem Zeh
bin ein Krater, bin dein Atomteilchen
und dein Nautiker auf tobender See
lass uns ein Äon sein...
Anmerkung
Camparilaus:
In Wirklichkeit werden diese Läuse getrocknet und gemahlen
für den roten Farbstoff des Campari. Nachzulesen in Büchern
